Start für Deutschlands jüngste Uni

Die Universität Düsseldorf konstituiert sich 1966 mit einer Medizinischen und einer kombinierten Naturwissenschaftlich-Philosophischen Fakultät.

Der akademische Festakt zur Universitätserhebung erfolgt am 14. Februar 1966 im Düsseldorfer Schauspielhaus an der Jahnstraße. Der Mediziner Karl Oberdisse hält vor versammelter Düsseldorfer Professorenschaft und zahlreichen Honoratioren aus Wirtschaft, Verwaltung und Bürgertum seine erste Rede als Gründungsrektor der Universität Düsseldorf und sorgt dabei für einige Lacher. So begründet er ‚historisch‘, weshalb Düsseldorf erst lange Zeit nach Münster zum Hochschulstandort geworden sei: „Weil die Stadt weniger geräuschvoll und ihre Einwohner weniger vergnügungssüchtig und für sittenreiner als die Düsseldorfer Bevölkerung galten.“

Am Tag darauf urteilt die Westdeutsche Zeitung über die teils neue Professorenschaft: „Ihre Talare zauberten auf die Bretter, die sonst die Welt bedeuten, ein farbenfrohes Bild: Aus dem schwarzen Grundton leuchtet der traditionelle Purpur der Mediziner; fast symmetrisch hineingestreut ist das Kornblumenblau des Fähnleins der Natur- und Geisteswissenschaftler – eine neue Farbe auf Düsseldorfs Hochschulpalette.“

Der damalige Oberbürgermeister Willi Becker spricht davon, dass die Stadt „sich in einer Hochstimmung“ befinde, „als sei ihr der Ehrendoktorhut verliehen worden!“
Auch der Rektor der Universität Köln, Günter Schmölders, gehört zu den Festrednern. Er beschreibt das Verhältnis seiner Alma mater zur Medizinischen Akademie in Düsseldorf als „schon immer tantenhaft-gönnerisch.“
Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Ball in den Rheinterrassen statt.

Quelle: HHU, HHU Magazin und ULB

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