16.11.1965 – Gründung der Universität Düsseldorf

Durch Erlass des Kultusministers Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Mikat wird auf Grund des Kabinettsbeschlusses der Landesregierung vom 16. November 1965 die Medizinische Akademie Düsseldorf umbenannt in Universität Düsseldorf.
Dieses Datum gilt als das Gründungsdatum der heutigen Universität.
Die Umbenennung der Akademie in eine Universität ist mit der Ermächtigung verbunden, den Aufbau von Natur- und Geisteswissenschaften zu betreiben, jedoch nicht mit einer Finanzierungszusage. Die ersten Jahre sind daher von Geldmangel und deshalb auch von zahlreichen Improvisationen geprägt. Während der vorklinische Unterricht schon 1966 aufgenommen werden kann, können Studienanfänger der Natur- und Geisteswissenschaften in größerem Umfang erst ab 1969 angenommen werden.

Gleichzeitig wird verfügt, ab 1. Januar 1966 eine gemischt naturwissenschaftliche-philosophische Fakultät einzurichten.
Die naturwissenschaftlichen Fächer sollen eigenständige Forschung und Lehre betreiben und zugleich für den vorklinischen Studienabschnitt der Humanmedizin das Curriculum zu einem medizinischen Physikum anbieten.
Auch die geisteswissenschaftlichen Institute erhalten eine doppelte Aufgabe: einerseits betreiben sie die eigene Forschung und Lehre der jeweiligen Fakultät, andererseits bilden sie Lehrer der höheren Schulen aus.
Der universitäre Abschluss des Geisteswissenschaftlers führt zum klassischen wissenschaftlichen Magister artium und Promotion.
Lehramtskandidat und Mediziner (andernorts auch der Jurist) beschließen ihre Studien nicht mit dem wissenschaftlichen Abschluss, sondern legen ein Staatsexamen ab. Darauf aufbauend besteht ebenfalls ein Recht zur wissenschaftlichen Qualifikation der Promotion, die seither auch in diesen Fächern an der Universität Düsseldorf absolviert werden kann.

Quelle: HHU, STAATSHOCHBAUAMT FÜR DIE UNIVERSITÄT DÜSSELDORF (Hrsg., 1970). Universität Düsseldorf. Gesamtplanung 1970. Düsseldorf. S.7f

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