Übernahme der Medizinischen Akademie durch das Land NRW

Zum 1. Januar 1962 wird die Akademie mit den theoretischen Instituten in die Trägerschaft des Bundeslandes NRW übernommen. Jedoch bleiben die Kliniken im Besitz der Landeshauptstadt Düsseldorf, die sich verpflichtet, sie unentgeltlich für Forschung und Lehre zur Verfügung zu stellen.
Das Land geht auf diesen seit Jahren gestellten Antrag der Stadt ein, weil ein erheblicher Mangel an Studienplätzen für Mediziner besteht und deshalb auf eine Hochschule vom Ruf der Medizinischen Akademie nicht verzichtet werden kann.

Ende der 1950er Jahre besteht nicht nur in NRW ein erheblicher Mangel an Studienplätzen für Mediziner, der mittelfristig bedrohliche Auswirkungen für das Gesundheitssystem haben könnte. Bund und Land beginnen daher mit einem Ausbau vorhandener Universitäten. Eine Erweiterung der Medizinischen Akademie Düsseldorf um den vorklinische Studienabschnitt bietet die Möglichkeit, relativ schnell und kostengünstig eine größere Zahl neuer Studienplätze zu schaffen.

Die Stadt Düsseldorf als bisherige Trägerin der Akademie erklärt sich außer Stande, einen weiteren Ausbau ihrer Hochschule zu finanzieren.

So liegt es im beiderseitigen Interesse, mit Jahresbeginn 1962 die Trägerschaft der Akademie noch ohne die Krankenanstalten auf das Land NRW zu übertragen und mit dem Aufbau der vorklinischen Fächer zu beginnen.

Quelle: ULB, STAATSHOCHBAUAMT FÜR DIE UNIVERSITÄT DÜSSELDORF (Hrsg., 1970). Universität Düsseldorf. Gesamtplanung 1970. Düsseldorf, S.9

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