Die Medizinische Akademie nach 1945

Weite Teile der Krankenanstalten sind dem Bombenkrieg zum Opfer gefallen. Mit Genehmigung der britischen Militärregierung wird die Medizinische Akademie am 19. November 1945 wieder eröffnet. Der akademische Unterricht kann im Wintersemester 1945/1946 wieder aufgenommen werden.

Düsseldorf gehört zu den Hochschulstandorten, an denen – so ein in der Forschungsliteratur geäußerter Vorwurf – überproportional viele belastete NS-Mediziner unterkommen. Im Zusammenhang mit personellen Kontinuitäten an der Medizinischen Akademie finden sich so renommierte Wissenschaftler wie Anton Kiesselbach, Wolfgang Wirth und Friedrich Panse, die nach 1945 weiterhin als Professoren an der Düsseldorfer Hochschule beschäftigt sind.

Die 1950er Jahre sind geprägt vom Wiederaufbau. Bis 1958 werden die Institute für Rechtsmedizin, für Anatomie und Physiologische Chemie und – nach nur drei Jahren Bauzeit – die neue Chirurgische Klinik fertig gestellt.

Die zwölf Stationen mit 374 Krankenbetten, modernsten Operationssälen und technischen Einrichtungen sind – so der Medizinhistoriker und spätere Präsident der Akademie der Wissenschaften von NRW, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Schadewaldt – die Grundlage für die spätere Bedeutung der Allgemeinen Chirurgie in Düsseldorf und im Besonderen der Herzchirugie. Sie entwickelte sich unter ihrem Begründer Prof. Dr. Ernst Derra, dem 1952 mit Hilfe einer Herz-Lungen-Maschine die erste Operation am offenen Herzen gelang, zu einem international führenden Zentrum. Prof. Schadewaldt sieht das Jahr 1958 als den Beginn der „dritten Periode in der Geschichte der Medizinischen Akademie“.

Quelle: HHU, Uni-Magazin und Wikipedia

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