GeSoLei

Auf Initiative der Medizinischen Akademie findet in Düsseldorf vom 8. Mai bis 15. Oktober 1926 die Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen, kurz GeSoLei, statt. Die GeSoLei ist mit 7,5 Millionen Besuchern und 400.000 m² die größte Messe der Weimarer Republik.

Die Ausstellung findet auf dem alten Messegelände in Düsseldorf-Pempelfort und Düsseldorf-Golzheim statt, wo bereits 1902 die Große Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung die Messe in Düsseldorf begründete. Hier findet später auch die IGEDO statt. Nahe gelegen sind der Rheinpark (der 1925 für die GeSoLei gegen Hochwasser erneut aufgedeicht werden musste), die neue Messe und der Flughafen.

Die Ausstellung ist vor allem von neuem Optimismus und der zunehmenden Wirtschaftskraft des Rheinlandes geprägt, ausgelöst durch die allgemeine Konsolidierung Deutschlands Mitte der 1920er Jahre.
Die Gesamtinitiative für den Bereich Gesundheit und Sozialhygiene geht dabei von Prof. Dr. Arthur Schloßmann aus, mit maßgeblicher Unterstützung des Düsseldorfer Industriellen und Mäzens sowie des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer, des Kgl. Preuß. Kommerzienrats Carl Rudolf Poensgen.

Insgesamt gliederte sich die Messe in folgende Bereiche: Gesundheit, Alltagshygiene, Sport. Arbeitsverhältnisse und Vererbungslehre.
60 Prozent des Messegeländes präsentiert sich als Vergnügungspark – so wird unter anderem erstmals in Deutschland der Autoscooter der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zahlreiche, eigens für die GeSoLei errichtete, Bauten, wie etwa die Tonhalle oder die Rheinterrassen, Denkmäler und Gedenktafeln prägen bis heute das Düsseldorfer Stadtbild.

Quelle: Wikipedia, Zeitzeichen und HHU Magazin

Link zu Bewegtbildern der GeSoLei: Dorfgeschichten

26
Mai
1926
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