Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin

Düsseldorf wird Hochschulstandort. Die Stadt hat hinter dem Moorenplatz entlang der Werstener Straße Städtische Krankenanstalten neu errichtet. Auf Allerhöchsten Erlass vom 4. Juni 1907 und nach langen und hartnäckigen Bemühungen entsteht in den neuerbauten Anstalten die Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin. Auf Grund der noch fehlenden Rektoratsverfassung hat die Akademie jedoch noch keine Genehmigung zur Ausbildung von Studenten. Sie widmet sich daher vor allem der Ausbildung von Medizinalpraktikanten, der Ausbildung in Spezialfächern, Fortbildungskursen und der Förderung und Erforschung der praktischen Medizin.

Die Gründung wird am 27. Juli 1907 mit einem opulenten Festbankett begangen. Weitsichtig bekundet der damalige Düsseldorfer Oberbürgermeister Wilhelm Marx, der seine Rede gemäß des Festprogramms zwischen dem dritten Gang des Menüs (Rehrücken garniert) und dem viertem Gang (Hummer, Kräutertunke) hält: „Krankenanstalt und Akademie – sie seien für alle Zeiten ein unzertrennliches Zwillingspaar!“

Der Düsseldorfer Generalanzeiger kommentiert am selben Tag, die Gründung werde „für die medizinische Fachwelt und für die leidende Menschheit von höchstem Interesse und von größter Bedeutung sein.“

Erster Direktor der Allgemeinen Krankenanstalten und Geschäftsführender Professor der Medizinischen Akademie wird der Chirurg Oskar Friedrich Witzel.

Quelle: HHUWikipedia und STAATSHOCHBAUAMT FÜR DIE UNIVERSITÄT DÜSSELDORF (Hrsg., 1970). Universität Düsseldorf. Gesamtplanung 1970. Düsseldorf, S. 8.

04
Jun
1907
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